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Abizeit:

  • Abi-Note?                  1,6
  • Abi-Jahrgang?          2006

Wie empfand man das Abitur an sich?

Da man einen großen Teil des Stoffes bereits für Klausuren gelernt hatte, war der Lernaufwand etwas geringer als erwartet. Auch das Abitur war nicht ganz so schwer, wie ich gedacht hatte. Gelernt habe ich – bis auf einige wenige Ausnahmen – allein, da es in der Gruppe nicht immer besonders effektiv war.

Postabiturialzeit:

Was genau kam nach dem Abitur?

Ich habe nach dem Abitur direkt mit dem Studium begonnen.

Wie bin ich auf meinen Studiengang gekommen?

Ich bin auf meinen Studiengang im Internet aufmerksam geworden, als ich über die Seite der Arbeitsagentur nach möglichen Studiengängen gesucht habe. Dort habe ich auch die meisten anderen Studiengänge gefunden, für die ich mich letztlich beworben hatte. Wichtig war mir vor allem eine interdisziplinäre Ausrichtung, die mir mehrere Möglichkeiten zur Spezialisierung offen ließ. Somit kann ich mich während des Studiums für ein Gebiet entscheiden. Zudem kann ich durch diesen Studiengang mehrere meiner Interessen abdecken. Da die Universität Mannheim einen sehr guten Ruf genießt, war der Studiengang von Anfang an mein Favorit.

Mein Studiengang = DER Studiengang?

Der Studiengang eröffnet viele verschiedene Möglichkeiten, da er sehr vielfältig gestaltet ist. Die Jobchancen sind gut, was man unter anderem an den zahlreichen Angeboten für Praktika auf der Internetseite sehen kann. Grund hierfür ist wahrscheinlich einerseits die Tatsache, dass man als Beifach BWL/ VWL belegt (wofür Mannheim bekannt ist), aber auch, dass man in einer Sprache gut ausgebildet ist. Ich persönlich schwanke im Moment noch zwischen Marketing bzw. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Kulturmanagement.  Den Studiengang B.A. Kultur und Wirtschaft kann man mit den Schwerpunkten Spanisch, Französisch, Italienisch, Germanistik, Anglistik, Geschichte oder Philosophie wählen, zudem kann man sich zwischen BWL und VWL entscheiden.

FH, BA, Uni, PH oder doch lieber Private?

Ich studiere an der Uni, da mir die angebotenen Studiengänge besser gefallen haben. Allerdings hatte ich mich auch an einer FH beworben. Durch die Einführung des Bachelors hat sich das ‚typische Studentenleben‘ an der Uni verändert. Der Studienplan ist relativ voll und man schreibt mehr Klausuren pro Semester. Insgesamt hat man an der Uni wahrscheinlich mehr Freiheiten, was aber auch bedeutet, dass man sich um vieles eigenständig kümmern muss (z.B. die Zusammenstellung des Stundenplans, Klausuren- und Kursanmeldung). Man hat gerade bei der Kurswahl einige Wahlmöglichkeiten. Zudem kann man bei vielen Veranstaltungen zwischen verschiedenen Terminen wählen (nur die Vorlesungszeiten sind fest), wodurch man eventuell auch mal einen Wochentag gar keine Kurse hat bzw. erst mittags an die Uni muss. Allerdings sollte man dabei beachten, dass an der Uni ein hohes Maß an Eigeninitiative gefordert ist. Die Zahl der Semesterwochenstunden ist an der Uni geringer, allerdings verbringt man meist zusätzlich noch mal mindestens genauso viele Stunden am Schreibtisch oder in der Bibliothek.

Jetzt geht’s los?

Die Zulassung erfolgt nach einem Punktesystem, es zählen die Abschlussnote und einige der Kursnoten, Auslandserfahrung, Praktika bzw. Berufserfahrung und soziale Tätigkeiten. Es ist relativ schwierig einen Platz zu bekommen, ich hatte im Hauptverfahren auch keinen bekommen. Ohne ein Jahr im Ausland musste der Schnitt bei 1,2/ 1,3 liegen. Allerdings sollte das nicht abschrecken, im Nachrück- und Losverfahren besteht trotzdem die Chance, einen Platz zu ergattern und besonders durch einen Auslandsaufenthalt kann man eine schlechtere Abinote locker ausgleichen. Auch Praktika und soziales Engagement werden sehr hoch bewertet. Zudem hängt der Schnitt auch davon ab, welches Fach man wählt: Bei Spanisch ist es am schwierigsten, während die Chancen bei Geschichte und Germanistik beispielsweise weit besser sind. Der Schnitt hängt natürlich auch von den Bewerberzahlen ab.

Da ich meine Zusage erst relativ spät bekommen habe, habe ich die Einführungsveranstaltung leider verpasst. Dadurch wird es anfangs etwas chaotisch, aber mit Hilfe der anderen Studenten war dies trotzdem zu bewältigen. Zudem gab es mehrere Nachrücker, mit denen man sich zusammen schließen konnte.

Da ich relativ spät nach Mannheim gekommen bin, war die Wohnungssuche etwas schwieriger und ich bin ca. 4 Wochen gependelt, was relativ stressig und umständlich war. Aber ansonsten ist die Wohnsituation relativ gut, es gibt zahlreiche Studentenwohnheime, viele verschiedene Angebote speziell für Studenten, und zwar in allen Preisklassen. Im Vergleich zu anderen Städten sind die Preise relativ niedrig, auch in der Innenstadt.

Ansonsten ist Mannheim eine typische Studentenstadt und es gibt zahlreiche Angebote, die extra auf Studenten zugeschnitten sind.

Voll im Studium:

Wie ist die allgemeine Hochschulsituation?

Da wir der erste Jahrgang waren, nachdem BWL i.Q. und Diplom Romanistik mit BWL zusammengelegt wurden, und gerade die Umstellung auf den Bachelor im Gange war, gab es bei uns schon die ein oder andere organisatorische Schwierigkeit. Das sollte sich aber mittlerweile größtenteils erledigt haben. Ansonsten sind die Studienberater und die Mitarbeiter des Studienbüros sehr hilfsbereit. Zum Teil gibt es Schwierigkeiten, weil Vorlesungen sich überschneiden (die Fächer gehören ja zu zwei verschiedenen Fakultäten), doch da der Studienplan – was die Reihenfolge angeht – relativ variabel ist,  stellt das eigetlich auch kein größeres Problem dar. Die Hörsäle sind im Allgemeinen recht gut ausgestattet (Ausnahmen gibt es natürlich). Die Anzahl der Kommilitonen schwankt sehr stark, in Vorlesungen sind es gerade bei BWL mehrere hundert Studenten, während es in einigen Seminaren nur 10 bis 20 Teilnehmer sind. Der Studiengang an sich ist relativ anspruchsvoll, aber auch sehr interessant und abwechslungsreich. Man muss sich auf jeden Fall darauf einstellen, dass der Lernaufwand erheblich höher ist als in der Schulzeit. Auch während des Semesters stehen Referate, Protokolle oder Ähnliches an und die Stoffmenge pro Klausur ist immens – besonders in BWL. In manchen Fächern müssen statt Klausuren auch Hausarbeiten geschrieben werden. Jedoch sind die Klausuren alle machbar, wenn man einigermaßen rechtzeitig anfängt zu lernen und den Lernaufwand etwas verteilt. Der Studiengang ist also durchaus machbar, wenn man etwas Initiative zeigt.

  • Was sind deine Fächer?

Es müssen folgende Kurse belegt werden:

  • Modul BWL (Vorlesung, Übung, Tutorium):
    Marketing, Management, Internes Rechnungswesen, Externes Rechnungswesen, Finanzwirtschaft, Produktion, Wirtschaftsinformatik, Unternehmensethik, Finanzmathematik und Lineare Algebra.
  • Modul  Spanisch:
    Literatur- und Medienwissenschaften sowie Sprach- und Medienwissenschaften der Romania (jeweils Vorlesung, Tutorium und je zwei Proseminare zur Vertiefung und Anwendung, in einem der beiden Fächer zwei Hauptseminare), Mediale Kommunikation (Vorlesung), sprachpraktische Übungen (Comprensión und Expresión, jeweils  I und II, Fonética), Wirtschaftssprache (Comprensión und Expresión III: economía, Traducción: economía, Business Communication)
  • Modul Kulturwissenschaft:
    Zwei Vorlesungen International Cultural Studies, Grundlagen der interdisziplinären Kulturwissenschaft (jeweils Vorlesungen), kulturraumbezogene Veranstaltung (Seminar; es werden jedes Semester verschiedene Themen angeboten, ebenso in den oben erwähnten Proseminaren), Vorlesung Hauptseminar und Proseminar aus dem Themenmodul Kulturwissenschaft (Themengebiet frei wählbar, z.B. Philosophie, Geschichte, Medienwissenschaften, Ethik, Wirtschaftsgeschichte oder – geographie).

Link zum Studienführer: http://www.phil.uni-mannheim.de/bakuwi/p/pdf/studienfuehrer_bakuwi_romanistik_2008.pdf

Link zur PO: http://www.phil.uni-mannheim.de/bakuwi/

Lernst du eine Fremdsprache?

Da ich Spanisch gewählt habe, bin ich natürlich verpflichtet, Spanischkurse zu belegen. Zusätzlich zu den Pflichtkursen, kann man auch freiwillig weitere Kurse belegen, z.B. um seine Grammatikkenntnisse aufzufrischen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Katalanisch zu lernen. Pflicht ist in meinem Studiengang auch ein Kurs Wirtschaftsenglisch. Ansonsten gibt es auch relativ günstige Sprachkurse, die nichts mit dem Studium zu tun haben. Die Auswahl ist extrem vielfältig. Falls man BaKuWi Geschichte, Germanistik oder Phoilosophie wählt, muss man mehrere Englischkurse belegen. Zusätzlich zu den sprachpraktischen Übungen müssen auch Kurse in Sprach- und Literaturwissenschaften der Romania und speziell Spanien besucht werden.

Wie hoch ist der Praxisbezug?

Der Studiengang enthält ein Pflichtpraktikum von mindestens sechs Wochen, welches einen gewissen Bezug zum Studium aufweisen sollte. Viele absolvieren das Praktikum während der Sommerferien, aber es ist auch kein Problem, ein Urlaubssemester einzulegen und ein längeres Praktikum zu machen. An längere Praktika kommt man auch viel einfacher, die meisten Firmen suchen Praktikanten für mindestens drei Monate. Trotzdem dürfte es kein Problem sein, auch ein kürzeres zu finden, man muss sich nur initiativ bewerben, statt auf Ausschreibungen der Unternehmen auf den Internetseiten der Uni zu warten. Meiner Meinung nach sind auch mehrere Praktika lohnenswert, da heute Berufserfahrung extrem wichtig ist, und die meisten Studenten schon mehrere Praktika vorweisen können.

Wie finanziere ich mich?

Zusätzlich zu dem Geld, dass ich von meinen Eltern bekomme, verdiene ich mir auch etwas mit einem Nebenjob dazu. Ich arbeite 40 Stunden im Monat als Hiwi (ungeprüfte wissenschaftliche Hilfskraft) an der Fakultät für Mathematik und Informatik und bin dabei für Öffentlichkeitsarbeit, Organisation und Marketing zuständig. Hiwi-Jobs werden schon ab 20 Stunden pro Monat angeboten und sie lassen sich optimal in den Studentenalltag integrieren. In meinem Fall kann ich auch noch Berufserfahrung sammeln.

Zum Teil kann man durch die Studiengebühren Verbesserungen feststellen (z.B. neue Monitore im Sprachlabor), für genauere Informationen wird ein Bericht über die Verwendung veröffentlicht.

Außerhochschulisches:

Wie sieht deine Freizeit aus?

In Mannheim gibt es zahlreiche Hochschulgruppen. Ich selbst bin der Hochschulgruppe ‚Big Brothers Big Sisters Deutschland‘, welche die Organisation vor allem im Bereich Werbung und Marketing unterstützt. Zudem werden zahlreiche Sprachkurse angeboten, es steht jedes Semester sogar eine gewisse Anzahl an Gratiskursen zur Verfügung. Auch im Bereich Sport gibt es mehr als genug Möglichkeiten, fast jede erdenkliche Sportart wird angeboten. Ich selbst habe bereits einen Sprachkurs belegt, wobei zu erwähnen ist, das der Aufwand je nach Dozent stark variieren kann. Auch das Sportangebot habe ich schon genutzt. Besonders zu erwähnen ist hier, dass die meisten Angebote umsonst sind.

Mannheim selbst bietet für Studenten einige Möglichkeiten was die Freizeitgestaltung angeht. Neben zahlreichen Konzerten gibt es die Möglichkeit, in der SAP-Arena Handball- oder Eishockey-Spiele zu besuchen, es gibt sehr viele verschiedene Bars und Discos sowie Studentenpartys (besonders die Schneckenhofpartys im Innenhof der Uni jeden Donnerstag) und eine lange Einkaufsmeile.

Mannheim – eine Wahnsinnsstadt?

Ich würde Mannheim auf jeden Fall empfehlen. Vielleicht ist es nicht die schönste Stadt, es gibt aber viele schöne Ecken (u.a. die Uni selbst, der Wasserturm, der Luisenpark und die Rhein- bzw. Neckarwiesen). Zudem gibt es für Studenten einfach unglaublich viele Angebote. Ich fühle mich dort sehr wohl.

 

Isabell: Bachelor Kultur & Wirtschaft: Romanistik: Spanisch, Uni Mannheim