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Abizeit:

  • Abi-Note?                  2,0
  • Abi-Jahrgang?          2006

Wie empfand man das Abitur an sich?

Ob schwer oder nicht kann man wohl nicht verallgemeinern. Je nachdem was einem liegt bzw. was man eben kann. Mathe fand ich ziemlich einfach, hab ich aber auch ziemlich viel gelernt (teilweise nur, um nichts anderes lernen zu müssen). Englisch war insgesamt normales Niveau und dementsprechend fand ich´s auch in Ordnung; lerntechnisch fast kein Aufwand. Deutsch fand ich vom Thema her super, ist mir dann aber doch nicht so gut gelungen; lerntechnisch ebenfalls ziemlich easy. Physik war grauenhaft für mich: Da hatte ich schon vorher Probleme und trotz der Hilfe meiner Mitschüler liefs nicht wirklich gut. Hab dann kurzer Hand alle Formeln auswendig gelernt und in den Übungsaufgaben einfach immer das gemacht, was ich eben konnte. Im Abi bin ich genau so vorgegangen und damit auch relativ gut gefahren (für meine Verhältnisse).

Postabiturialzeit:

Was genau kam nach dem Abitur?

Zwei Wochen nachdem die Schule offiziell abgeschlossen war, hab ich mit meinem Zivi angefangen. Bund kam für mich nie in Frage, viel zu stressig. Eventuell hätte ich lieber später mit meinem Zivi angefangen, aber hatte sich eben durch die Stelle so ergeben. Ich war Zivi beim DRK Baden-Baden, Fahrdienst – ziemlich viel Geld (grade wenn man von der Schule kommt) und dabei wenig Arbeit. Würde ich auf jeden Fall jederzeit wieder so machen.

Nach der Zivizeit hab ich – nach nur einem Wochenende „Arbeitslosigkeit“ – bei der Daimler AG angefangen und dort drei Monate gearbeitet.  Auch das würd ich wieder so machen. Natürlich wär eine kleine Pause schön gewesen und das Arbeiten dort ist ingesamt sicherlich ziemlich anstregend, aber wenn man am Ende des Monats dann mal auf sein Konto schaut… ein schöner Anblick.

Wie bin ich auf meinen Studiengang gekommen?

Um das gleich vorweg zu nehmen: Arbeitsmarktchancen haben mich nicht im geringsten beeinflusst oder interessiert.

So gegen Ende der Schulzeit – vor allem wenn Eltern, Omas, Opas, Tanten, Onkel, … einen ständig Fragen, was man machen will – beschäftigt man sich ja dann doch mal langsam mit seiner Zukunft. Ich bin war mir ziemlich schnell sicher, irgendwas mit Wirtschaft machen zu wollen. Wirtschaftsingenieur war naheliegend und war dann auch erstmal meine Wahl. Doch je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto weniger schien mir das mit meinen Interessen „kompatibel“. Meine Interessen gingen eher in Richtung Informatik und da ich auch den wirtschaflichen Aspekt ungern verlieren wollte, ergab sich durch einen alten Klassenkameraden einen neue Idee: Wirtschaftsinformatik. Eigentlich hab ich mich dann nur noch kurz informiert was man da so macht und wie die Hochschulen in Karlsruhe da so sind – fertig.

Mein Studiengang = DER Studiengang?

Ob mein Studiengang DER Studiengang ist, kann ich nicht sagen. Für MICH ist es DER Studiengang. Könnte mir aktuell nichts besseres vorstellen und bin völlig zufrieden mit meiner Wahl.

FH, BA, Uni, PH oder doch lieber Private?

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Hochschulformen wurde irgendwann mal (beim Arbeitsamt glaub ich) erläutert, aber damals war das eher uninteressant für mich.

Die Unterschiede zwischen den eizelnen Formen kannte ich im Großen und Ganzen und eigentlich hab ich mich genau deshalb für die BA entschieden. Und auch hier kann ich sagen: Ich würde wieder so wählen.

Die Vorlesungen sind praxisnah (vor allem weil viele Dozenten direkt aus der Arbeitswelt kommen), die Planung ist schulartig und die Zeit im Betrieb macht Spaß. Das monatliche Gehalt vom Betrieb ist natürlich auch noch ein schöner Bonus.

Jetzt geht’s los?

Zulassung verläuft bei der BA ja über die Betriebe, d.h. man bewirbt sich direkt dort und wenn man vom Betrieb genommen wird, meldet der einen auch an der BA an. Im Prinzip heißt das also ganz einfach: Betrieb überzeugen und fertig.

Einstieg ins Studium lief bei mir im Prinzip über ein einmonatiges Praktikum im Betrieb. In der BA selbst ging´s ziemlich direkt los.

Wohnungssuche entfiel bei mir, ich wohne noch und bis auf weiteres zu Hause.

Voll im Studium:

Wie ist die allgemeine Hochschulsituation?

Insgesamt bin ich auf jeden Fall zufrieden. Die BA und ihre Hörsäle sind modern eingerichtet (Beamer in jedem Raum, flächendeckend WLan, …), die Anzahl der Kommilitonen liegt auf jeden Fall unter 30 und die Dozenten kommen gut zur Hälfte aus dem Arbeitsleben.

Informatiosfluss ist insgesamt ganz gut und läuft großteils über eine Online-Plattform.

Von der Schwierigkeit her ist es ungefähr so, wie ich es erwartet habe: Anspruchsvoll, aber nicht übertrieben schwer.

Was sind deine Fächer?

Vorbemerkung: Die Schwerpunkte der einzelnen Fächer bzw. die allgemeine Zusammenstellung der Fächer verändern sich jedes Semester.

  • Programmieren:
    Java – macht mir ziemlich Spaß, allerdings teilweise ganz schön kompliziert. Klausur jedes Semester.
  • BWL:
    Hatte ich bisher nur im 1. Semester und da fand ich´s echt gut. Im Prinzip eben Einstieg in BWL, bisschen Unternehmensformen und Aufbau von Unternehmen, verbunden mit einigen psychologischen Ansätzen (Motivationstechniken, …).
  • VWL:
    Mikro- und Makroökonomie, Überblick über die Wirtschaft eben. Klausur nur jedes 2. Semester.
  • Recht:
    Vertragsrecht, Schuldrecht,… Leider gar nicht mein Fall und alles ziemlich theoretisch. Klausur nur jedes 2. Semester.
  • Einführung Wirtschaftsinformatik:
    Ziemlich trocken und theoretisch, vor allem Datenbanksystem und allgemeiner Einblick in die Informatikwelt
  • Mathematik:
    Schulisches Wissen wird anfangs erweitert, dann tiefergehende und neue Sachen, ziemlich „unnötig“ und eigentlich auch schwer.
  • Einführung Rechnersysteme:
    Das Innenleben des Rechners, wer verschiebt wie und wo welche Bits.
  • Systemanalyse:
    Vor allem Darstellungsmodelle von Prozessen…
  • Algorithmen und Datenstrukturen:
    Im Prinzip Erweiterung der Programmieren-Vorlesung um wichtige Methoden und Algorithmen
  • Präsentieren:
    Wie der Name sagt, leider thematisch ziemlich langweilig, da von der Dozentin vorgegeben.
  • Kommunizieren:
    Wie Präsentieren, nur andere Themen.
  • Wissenschaftliches Arbeiten:
    Hinweise zu Stoffsammlungen, Lesetechniken und Darstellungsarten in wissenschaftlichen Arbeiten.

 

Lernst du eine Fremdsprache?

Es gibt die Möglichkeit „Business English“ zu lernen, allerdings bin ich mit den ganzen neuen Sachen in Programmieren und BWL bedient und nehm daran nicht teil.

Problematisch daran ist auch, dass man keine zertifizierten Abschluss bekommt, sondern nur eine Teilnahmebescheinigung.
Wie hoch ist der Praxisbezug?

Kurze Firmenvorstellung:

Aluplast GmbH mit Verwaltungssitz in Karlsruhe, stellt Fensterprofile her, knapp 1500 Mitarbeiter weltweit, etwa 25 kaufmännische Auszubildene.

Mitten des zweiten Semester (ich war bisher nur knapp 2 Monate im Betrieb + 1 Monat Praktikum) hab ich eigentlich keinen Verantwortungsbereich, bin damit aber zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht unzufrieden. Die IT besteht aus 8 Mitarbeitern (davon 2 Auszubildene) und ist leitet von Karlsruhe aus das koplette System des Unternehmens. Bisher werde ich vor allem beim Support eingesetzt und schau sonst halt allen über die Schulter bzw. geh mit dem „Ausbildungsbeauftragten“ dem Tagesgeschäft nach. Ich werd eben entsprechend meinen bisherigen Kenntnissen eingesetzt und hin und wieder auf mal vor kleinere (bzw. für mich größere) Probleme gesetze, um diese zu lösen.

Nach meiner bisherigen Erfahrung würd ich meine Firma weiterempfehlen, allerdings kann ich auch nur von mir sprechen und die anderen Auszubildenen scheinen teilweise mit der Betreuung etwas unzufrieden. Die Firma zahlt meine Studiengebühren und (falls nötig) Lernmaterialien.
Wie finanziere ich mich?

Da für mich praktisch sämtliche Lebenserhaltungskosten wegfallen („Hotel Mama“) und ich ja von der Firma Geld bekomm, gibt´s geldtechnisch eigentlich keine Probleme.

An der BA würd ich auf jeden Fall sagen, dass man die Ergebnisse der Studiengebühren sieht. Nicht nur, dass man kostenlos einen (neuen) Laptop von der BA leihen kann, auch werden von der BA pro Jahr und Student 200 € für Studienausflüge bzw. -veranstaltungen bereitgestellt. Außerdem wird ein Druckkontingent bereit gestellt, um sich Skripte und Präsentationen ausdrucken zu können.

Teilweise wird man aber das Gefühl nicht los, dass sogar zu viel Geld da ist.

Außerhochschulisches:

Wie sieht deine Freizeit aus?

Ehrlich gesagt hab ich mich bisher nicht wirklich mit den außerhochschulischen Angeboten beschäftigt. Ich weiß, dass es einige Sportangebote gibt die ich teilweise auch schon wahrnehmen wollte, aber zeitlich einfach nicht geschaft habe. Also hier kann ich nicht wirklich viel berichten…

Karlsruhe – eine Wahnsinnsstadt?

Wo anders (als zu Hause) wohnen ist bestimmt nett und würd ich vielleicht auch bevorzugen, aber zu Hause ist es doch bekanntlich am schönsten. Also auch hier kann ich nicht wirklich was berichten.

Persönliches Statement:

Thema „Bewerbungsfristen“:

Laut BA-Homepage und anderweitigen Informationen sollte man sich 1 bis 1 1/2 Jahre von Studienbeginn bei den Firmen bewerben. Das mag zwar nicht verkehrt sein, aber deswegen sollte man sich keinenfalls zu viel Stess machen. Angesichts dessen, dass ich bis fünf Monate vor Studienbeginn noch bei Bewerbungsgesprächen war und auch z.B. das Auswahlverfahren bei der Daimler AG zu diesem Zeitpunkt noch lief, kann ich getrost sagen: Kein Stress, lieber gut vorbereitet und koordiniert Bewerben.

Thema Bewerbungen:

Eventuell sollte man sich – wenn man direkt von der Schule kommt und keine bzw. nur wenig Erfahrung bei Bewerbungsgesprächen hat – frühzeitig bei einigen Firmen bewerben, die zwar in Frage kommen, aber nicht unbedingt zu den Favoriten gehören. Ich hab (vielleicht auch,weil ich doch ein wenig spät dran war) den Fehler gemacht, mein erstes Bewerbungsgespräch (ja, mein ERSTES Bewerbungsgespräch) gleich bei einem meiner Favoriten zu haben. Leider lief es dann auch so, wie man´s im Nachhinein erwarten würde: schlecht! Naja aus Fehlern lernt man bekanntlich und nach knapp zehn Bewerbungsgesprächen  war ich dann am Ziel: zwei Zusagen 🙂

Stephan: BA-Studium Wirtschaftsinformatik