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Aupair – in Spanien

Wie bin ich auf die Idee gekommen??

Ich wollte nach dem dem Abitur erst mal weg – etwas Anderes sehen, etwas Anderes erleben. Zuerst habe ich mich nach Praktikumsplätzen umgeschaut – das ist jedoch alles ziemlich schwierig. Man zahlt Sprachkurs vor dem Praktikum, die Unterkunft und den Flug und man verdient nichts. Wenn man also nichts gespart hat, kommt diese Möglichkeit schon mal nicht in Frage. 😉
Also hab ich mir überlegt was mich noch interessieren könnte. Da ich schon immer viel mit Kindern gemacht hab, hab ich mich entschieden als Au Pair einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren.

Wie bin ich an die Stelle gekommen?

Ich hab mir im Internet ein paar verschiedene Agenturen ausgesucht und mich schlussendlich für eine kleine Agentur aus Bielefeld entschieden, die mehr sehr persönlich erschien.
Über die verschiedenen Internetseiten findet man bestimmt die Agentur, die am besten zu einem passt.

Meine Agentur :
Au Pair Europa
Barbara Kübler

Was musste ich alles organisieren?

Zuerst musste ich einen persönlichen Brief mit Fotos verfassen, der mich meiner neuen Gastfamilie vorstellen sollte. Außerdem musste ich eine Vermittlungsgebühr von 150 € bezahlen, dies variiert jedoch von Land zu Land und von Agentur zu Agentur.
Außerdem ist es natürlich ein Unterschied ob man sich für eine europäisches Land entscheidet, oder ob man gerne nach Neuseeland oder in die USA gehen möchte<. In einigen Fällen ist es nötig ein Visum zu beantragen.
Empfehlungsschreiben von Lehrern, sozialen Einrichtungen oder freiwilliger Arbeit werden in jedem Falle auch sehr gern gesehen.

Durfte ich meine Familie aussuchen?

Die deutsche Agentur setzt sich normalerweise mit einer entsprechenden Agentur in deinem Wunschland in Verbindung und sucht eine oder mehrer Familien, deren Steckbrief am besten zu deinem Steckbrief passen. Mir hat gleich der erste Steckbrief zugesagt und dann habe ich auch gleich mit der Familie telefoniert und E- Mails geschrieben -und mich so ganz schnell für diese Familie entschieden.

Durchführung

Entsprach die Familie meinen Vorstellungen?

In meinem persönlichen Fall war ich sehr zufrieden mit meiner Familie – meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen
Ich habe jedoch auch einige Mädchen kennen gelernt die mit Ihren Familien weniger Glück hatten und sich nicht so wohl gefühlt haben.
Was war meine Aufgabe?

Mein Tag als Au Pair begann immer erst um 15.00 Uhr – was jedoch bestimmt an meiner Familie und dem spanischen Tagesablauf lag. Normalerweise muss man die Kinder vor der Schule wecken, man muss das Frühstück machen und sie Für die Schule fertig machen. Am Nachmittag fährt man sie zu verschiedenen Aktivitäten macht mit ihnen Hausaufgaben und sorgt dafür, dass es ihnen keine Minute langweilig wird.
Wie war das Land?

Jeder hat seine Vorlieben ich wusste sofort, das ich in ein spanischsprachiges Land gehen wollte. In südamerikanischen Ländern werden auf Grund der sozialen Gegebenheiten nicht sehr viele Stellen als Au Pair gestellt, deswegen fiel meine Wahl recht schnell auf Spanien und ich habe mich sofort in das Land und die Leute verliebt.
Der Alltag ist viel lockerer , es ist alles viel hektischer und lauter aber man gewöhnt sch sehr schnell daran und kann bald nicht mehr ohne.
Habe ich schnell Kontakte geknüpft?

Durch die Sprachschule habe ich sehr schnell andere Leute kennen gelernt, außerdem hat sich meine Familie sehr darum bemüht mich mit Jugendlichen in meinem Alter bekannt zu machen.
Ich war also nicht lange alleine und hatte schnell meinen festen Freundeskreis.
Habe ich mich wohlgefühlt??

Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Sowohl das Land und die Leute haben es mir von Anfang an sehr einfach gemacht mich wie Zu Hause zu fühlen.
Man muss sich jedoch auch darüber im klaren sein, dass man nur so empfangen wird wie man sich auch gibt. Man bekommt auf keinen Fall etwas geschenkt, man muss sich darüber im klaren sein, das man sich genau wie in der eigenen Familie integrieren muss. Dazu gehört auf jeden Fall auch, dass man sich am Haushalt beteiligt.
Wie waren die Kinder??

Ich hatte nur eine Kind, der Kliene hatte jedoch die Energie für 2.
Man muss sich wirklich darüber im Klaren sein, dass Au Pair sein mehr bedeutet als 2 – 3 Stunden auf ein Kind aufzupassen. Man kann dieses Kind nicht einfach wieder abgeben 
Jedes Au Pair kommt bestimmt an den Punkt, an dem es kurz davor ist aufzugeben weil einem die Kinder den letzten Nerv rauben.
Hab ich mein Zu Hause vermisst?

Klar gibt es immer Momente, in denen man gern zu Hause sein würde. Ich selbst bin aber nie an den Punkt gekommen an dem ich keine Lust mehr hatte oder so viel Heimweh, dass ich mich nicht mehr wohl gefühlt hätte.
Ich habe mein 2. zu Hause gefunden und habe mein eigentliches Zu Hause deswegen eigentlich nie vermisst.

Persönliche Meinung über Nutzen eine Au Pair-Aufenthalts

Für mich persönlich war der Au Pair- Aufenthalt ein voller Erfolg. Ich habe die Sprache gelernt viele neue Freundschaften geschlossen und eine 2. Heimat gefunden.
Auch wenn alles sehr einfach und organisiert scheint kann es sehr aufregend sein. Man muss sich an fremde Charaktere gewöhnen, Kompromisse schließen. Man wird offener für andere Menschen und deren Einsichten.
Würde ich es noch einmal machen??

Jederzeit. Definitiv… es war bis jetzt das beste Jahr meines Lebens. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen 
Mein schönster und mein schlimmster Augenblick??

An einen wirklich schlimmen Augenblick kann ich mich nicht erinnern, auch wenn mich der Kleine oft an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. Obwohl… vielleicht war es der Augenblick, in dem ich das erste Mal in meinem Leben einen Golfball in meinem Gesicht hatte- nachdem mein Kleiner versucht hat Golf zu spielen 
Definitiv der schlimmste Augenblick war mein Abschied am Flughafen… nach einem Jahr.
Den schönsten Moment kann ich gar nicht bestimmen… es gab soooo viele.

 

 

Julia berichtet über ihre Aupair-Zeit